Begriffe aus der Theorie der Signalflussdiagramme
Abbildung 2.16:
Signalflussdiagramm zur Erklärung der Definitionen
![\begin{figure}\centering\protect{\includegraphics[width=100mm]{Bilder/math-01-16}}
\par\end{figure}](img130.gif) |
Die folgenden Definitionen sind in Abbildung 2.16 abgebildet:
- Pfad
- Ein Pfad ist ein zusammenhängender, in eine Richtung zeigende Abfolge von Verbindungen zwischen Knoten. In Abbildung
2.16 ist
,
,
und
Pfade.
- Eingangsknoten
- Ein Eingangsknoten ist ein Knoten, von dem nur Pfade ausgehen. Beispiel:
.
- Quelle
- Siehe Eingangsknoten (der Begriff muss vom Diagramm her verstanden werden, nicht von der Aussenwelt)
- Ausgangsknoten
- Ein Ausgangsknoten ist ein Knoten, bei dem nur einlaufende Pfade auftreten. Beispiel:
. Gibt es keine solchen Knoten, fügt man einen Zusatzknoten mit einer Übertragungsfunktion
hinzu.
- Senke
- Siehe Ausgangsknoten.
- Vorwärtspfad
- Ein Vorwärtspfad ist ein Pfad, der vom Eingangsknoten zum Ausgangsknoten führt. Beispiel:
, oder
.
- Rückwärtspfad
- Ein Rückwärtspfad ist ein Pfad, ist ein Pfad dessen Anfangs- und Endknoten gleich sind.
Beispiel:
und
.
- Rückkopplungsschleife
- Siehe Rückwärtspfad.
- Selbstbezogene Schleife
-
ist eine selbstbezogene Schleife.
- Verstärkung eines Zweiges
- Die Verstärkung eines Zweiges ist der Faktor, mit dem bei diesem Zweig multipliziert werden muss. Beispiel:
ist die Verstärkung der selbstbezogenen Schleife.
- Verstärkung eines Pfades
- Die Verstärkung eines Pfades ist der Operator, der entsteht wenn man alle Teiloperatoren hintereinander anwendet. Im Falle rein multiplikativer Verstärkungen ist dies Das Produkt der einzelnen Pfadverstärkungen. Beispiel. Der Pfad
hat die Verstärkung
.
- Schleifenverstärkung
- Die Schleifenverstärkung ist die Verstärkung einer Rückkoppelungsschleife. Beispiel:
hat die Verstärkung
.
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl,
2007-08-14