Mit Brückenschaltungen kann man komplexe Impedanzen sehr schnell und genau vermessen. Abbildung 4.54 zeigt eine Widerstandsbrückenschaltung. Im Idealfall erhält man für das Widerstandsverhältnis im abgeglichenen Falle
Für die unabgeglichene Brücke erhält man:
Die Herleitung von Gleichung (4.67) finden Sie im Anhang B.
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Abbildung 4.55 zeigt die Änderung des Querstromes in der Brücke als Funktion der Änderung der einzelnen Teilwiderstände. Sehr schön ist aus dieser Darstellung ersichtlich, dass die Ausgangsspannung der Brücke nichtlinear ist.
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Die Grösse des Querstromes hängt nicht nur vom Ungleichgewicht der
Brücke ab, sondern auch vom Innenwiderstand des Strommessers zum
Nullabgleich. Abbildung 4.56 zeigt den Einfluss
des Innenwiderstandes auf die Ausgangskurve, wenn
variiert
wird. Analog dazu zeigt Abbildung 4.57 den
Einfluss des Innenwiderstandes auf die Ausgangskurve, wenn
variiert wird.
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Interessant ist der Fall, wo
und
gegengleich sich
ändern, wo also
gilt. Dieser Fall ist bei Sensoren
wie Dehnungsmessstreifen oder
piezoresistive
AFM-Cantilever
gegeben. Da variieren beide Widerstände in einem Brückenzweig.
Abbildung 4.58 zeigt die Ausgangskurven. Es ist
bemerkenswert, um wieviel linearer das Signal ist.
Für den Fall dass der Innenwiderstand des Strommessers
ist, erhält man die vereinfachte Gleichung:
Misst man die Brückenspannung, so ergibt sich aus Gleichung 4.67
Weiter sieht man, dass für
ist. Abbildung 4.59 fasst den Einfluss des Innenwiderstandes nochmals zusammen.
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Die Empfindlichkeit auf Veränderungen von
oder
ergibt
sich aus
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(492) | |
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(493) |
Abbildung 4.60 vergleicht dabei die Variation von
und
. Die Steigungen ändern sich
extrem, das heisst, dass der lineare Bereich doch stark eingeschränkt ist.
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Abbildung 4.61 zeigt den Einfluss des
Innenwiderstandes
, wenn
sich ändert. Die
Empfindlichkeit der Brücke nimmt mit steigendem Innenwiderstand
ab.
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Abbildung 4.62 zeigt den Einfluss des
Innenwiderstandes
, wenn
sich ändert. Die
Empfindlichkeit der Brücke nimmt mit steigendem Innenwiderstand
ab.
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Wenn sich
und
gegengleich ändern, dann
variiert die Empfindlichkeit wie in Abbildung
4.63 angegeben.
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Eine Detaildarstellung der normierten Empfindlichkeit in Abbildung
4.64 zeigt, dass für grosse Innenwiderstände
die Empfindlichkeit am wenigsten variiert. Die Messkurve
kann mit guter Näherung als linear mit einem kleinen paraboloiden
Korrekturterm angesehen werden.
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Für den Fall dass der Innenwiderstand des Strommessers
ist, erhält man die vereinfachte Gleichung:
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(494) | |
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Die Empfindlichkeit für Spannungsmessungen ist
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(497) |
Schliesslich erhält man für
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(498) | |
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(499) |
Die Aussagen über die Empfindlichkeit für die Strommessung gelten
auch für die Spannungsmessung. Ein möglichst lineares
Ausgangssignal benötigt hohe Querwiderstände
:
Spannungsmessungen sind für nicht abgeglichene Brücken
vorzuziehen.
Die Gleichungen für die Wheatstone-Brücke für allgemeine Impedanzen (Abb. 4.65 können aus Gleichung (4.66) abgeleitet werden. Folgende Ersetzungen sind vorzunehmen:
| (500) |
Gleichung wird dann zu
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| (501) |
Daraus ist ersichtlich, dass eine Brücke nur abgleichbar ist, wenn sowohl die Beträge wie auch die Phasen abgeglichen sind. Diese Bedingungen sind:
| (502) | ||
| (503) |
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl, 2007-08-14