1-Bit-Wandler kombinieren das Pulslängen-Modulationsprinzip mit zusätzlicher digitaler Logik. Abbildung 4.75 zeigt eine mögliche Schaltung aus einem CD-Spieler[4]. Das abgetastete Signal wird zuerst 4-fach interpoliert (oversampled) und dann 32-fach interpoliert. Aus der CD-Abtastfrequenz von 44.1 kHz wurde nun eine Abtastfrequenz von 5.6 MHz. Das Signal wird mit einem 352 kHz-Signal so digital moduliert, dass die Ausgangsspannung um das wenigstwertige Bit (LSB) schwankt. damit muss der Wandler konstant das Ausgangssignal ändern: es können keine niederfrequenten Störsignale entstehen. In einer digitalen Sample/Hold-Stufe werden die Datenworte verdoppelt. Die Abtastfrequenz ist nun 11.2 MHz. Aus diesem Signal wird das MSB-Bit im Noise-Shaper abgetrennt und dem Pulsweiten-Modulator (1-Bit!) zugeführt. Die nicht-verwendeten Signalbits werden zum nächsten Datenbit im Sample/Hold dazu gezählt und gehen so nicht verloren. Die Wandlung wird nun von einer 1-Bit Puls-Dichte-Modulatorstufe durchgeführt, deren niedrigste Frequenz durch die 352kHz-Modulationsspannung gegeben ist. Das Ausgangssignal wird nun durch einen Integrator tiefpassgefiltert.
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Die Bitzahl m, die man gewinnen kann, hängt von der Oversamplingrate r wie folgt ab:
Tabelle 4.3 zeigt einige charakteristische Werte.
Warum funktioniert die 1-Bit-Wandlung, obwohl man im obigen
Beispiel ausrechnen kann, dass die Bitzahl
Bit ist. das
menschliche Ohr hat seine maximale Empfindlichkeit bei 1 kHz, so
dass für diese Frequenz nochmals eine etwa 32-fache Überabtastung
resultiert. Damit ist die effektive Bitzahl
. Der
Noise-Shaper ermöglicht eine zusätzliche, digitale Erhöhung der
Quantisierung.
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl, 2007-08-14