Abbildung 4.102:
Prinzipschaltbild eines Phasenregelkreises
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=120mm]{Bilder/sens-02-08}}
\end{figure}](img2582.gif) |
Wenn Frequenzen schnell gemessen werden sollen, oder wenn ein
Oszillator mit einem bestimmten Teilerverhältnis an einen
Referenzoszillator gekoppelt werden soll, verwendet man
Phasenregelkreise, englisch Phase Locked Loop oder PLL. Abb.
4.102 zeigt das Prinzipbild, wenn die
Ausgangsfrequenz des spannungsgesteuerten Oszillators gleich der
Referenzfrequenz sein soll. Die Frequenz
des
spannungsgesteuerten Oszillators ist
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(537) |
Am Phasendetektor entsteht eine Ausgangsspannung, die,
zumindestens in der Nähe des Nullpunktes (bei dem beide Frequenzen
gleich wären) linear ist.
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(538) |
Wenn die Referenzfrequenz
und die Frequenz
unterschiedlich sind, nimmt die Phasenverschiebung
mit
der Zeit zu: die Strecke hat ein integrierendes Verhalten. Im
eingeschwungenen Zustand sind die Frequenzen exakt gleich, die
verbleibende Phasenverschiebung ist:
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(539) |
wobei
die Schleifenverstärkung ist.
ist eine gewollt
eingeführte, konstante Phasenverschiebung. Der Frequenzgang dieser
Regelschleife kann wie folgt berechnet werden:
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(540) |
Nun wird die Frequenz
sinusförmig mit
moduliert.
Mit
bekommt man für die Phase
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(541) |
In komplexer Schreibweise wird Gleichung (4.120)
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(542) |
Dies ist der Frequenzgang eines Integrators. Schliesslich ist die komplexe Schleifenverstärkung
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(543) |
Gleichung (4.122) suggeriert, dass das Integratorverhalten der Strecke die Regelung sehr einfach
macht. Nun sind aber alle realen Phasendetektoren mit mehr oder weniger langen Verzögerungszeiten behaftet. Wie im
Abschnitt 2.4.3 gezeigt, folgt daraus, dass im Regelkreis die Phasenverschiebung (nicht die
zwischen den Frequenzen
und
!) proportional zur Frequenz ist. Damit wird es sehr schwierig, den
Regelkreis zu stabilisieren. Die Dimensionierung von Phasenregelkreisen gehört somit nicht zu den einfachsten
Aufgaben.
Abbildung 4.103:
Prinzipschaltbild eines Phasenregelkreises
für beliebige Frequenzverhältnisse
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=120mm]{Bilder/sens-02-08a}}
\end{figure}](img2594.gif) |
In Abb. 4.103 wird gezeigt, wie mit zwei
zusätzlichen Teilern beliebige Frequenzverhältnisse gelockt werden
können. Der Phasenregelkreis erzwingt, dass
ist. Damit erhält man für die Frequenz des
spannungsgesteuerten Oszillators
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(544) |
Bei PLL-UKW-Empfängern könnte zum Beispiel
sein
Das Frequenzraster ist 50 kHz, also muss
sein.
Wenn m einstellbar ist mit
kann der gesamte
UKW-Bereich eingestellt werden.
Unterabschnitte
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl,
2007-08-14