Abbildung 4.111:
Messung von Magnetfeldern mit
dem Halleffekt. Rechts die Kennlinie des Halleffekts
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=65mm]{Bilder/sens-02-16}}
\protect{\includegraphics[width=65mm]{Bilder/sens-02-16a}}
\end{figure}](img2630.gif) |
Wenn in einem Magnetfeld senkrecht zur Magnetfeldrichtung ein Strom fliesst,
dann bewirkt die Lorentzkraft, dass die zur Magnetfeldrichtung und zur
Stromrichtung senkrechten Seiten des Leiters geladen werden. Dieser Effekt
heisst Hall-Effekt. Zwischen den Elektroden in y-Richtung in
Abb. 4.111 tritt dann die Hallspannung
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(550) |
auf. Dabei ist angenommen worden, dass die Länge sehr viel grösser als Breite
sei. Damit kann man eine Betrachtung des stationären Zustandes durchführen.
Die Lorentzkraft auf ein bewegtes Ladungsteilchen ist
. Im Gleichgewicht wird sie durch die elektrostatische Kraft des
Hall-Feldes
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(551) |
kompensiert. Aus der Betrachtung des Kräftegleichgewichts folgt
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(552) |
Gleichung (4.131 ist allgemeingültig. Für die folgende Betrachtung nehmen wir an, dass Magnetfeld
und Stromflussrichtung orthogonal seien. Dann ist die induzierte Hallspannung
. Aus der mittleren
Geschwindigkeit
der Ladungsträger kann, bei bekannter
Ladungsträgerdichte
, die Stromdichte
berechnet werden. Diese Stromdichte ist die Folge des Stromes
, der über die Stirnfläche
eingekoppelt wird. Man hat also
und damit für negative Ladungsträger (Betrag der
Ladung:
)
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(553) |
Die Abhängigkeit von der Ladungsträgerdichte (n für negative Ladungen und p
für positive Ladungen) und von der Ladung wir in einer Hall-Konstante
zusammengefasst. Für die beiden
Ladungsträgerpopulationen ergeben sich
Die funktionale Abhängigkeit ist in Abb. 4.111 gezeigt.
Abbildung 4.112:
Äquipotentialverlauf beim Halleffekt
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=80mm]{Bilder/sens-02-17}}
\end{figure}](img2647.gif) |
In einem Widerstand mit konstantem Querschnitt und homogener
Materialzusammensetzung sind die Äquipotentialflächen der Spannung senkrecht
zur Stromrichtung. Liegt eine Hallspannung vor, addiert sich deren elektrisches
Feld zum ursprünglichen elektrischen Feld. Die Äquipotentialflächen werden,
wie in Abb. 4.112 gezeigt, um den Hall-Winkel
gekippt.
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(556) |
Unter Verwendung der Hallbeweglichkeit
der Ladungsträger, die sich
nicht sehr von der Driftbeweglichkeit
unterscheidet, ist der
Hall-Winkel
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl,
2007-08-14