Abbildung 4.113:
Feldplatte. Rechts der Äquipotentialverlauf
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=65mm]{Bilder/sens-02-18}}
\protect{\includegraphics[width=65mm]{Bilder/sens-02-18a}}
\end{figure}](img2656.gif) |
Feldplatten, wie sie in Abb. 4.113 gezeigt werden, verwenden den
gleichen physikalischen Mechanismus wie die Hall-Sonden, aber in longitudinaler
Weise. In einem Leiter, wie er in der Abbildung rechts gezeigt ist, ist der
Widerstand ohne Magnetfeld
wenn
wie
üblich die Länge des Leiterstückes ist,
die Breite und
die Dicke.
Wenn andere Effekte des Magnetfeldes vernachlässigt werden, tritt immer noch
die Verkippung der Äquipotentialflächen des elektrischen Feldes auf. Wenn die
Probe breiter als lang ist, kann man davon ausgehen, dass das Magnetfeld die
Wege um
verlängert. Wie beim Halleffekt ausgeführt, ist die Verlängerung eine Funktion
des Hall-Winkels
. Durch den längeren Weg erhöht sich der Widerstand
um
 |
(561) |
Wenn man die beim Halleffekt definierte Hall-Beweglichkeit verwendet, wird der
Widerstand
 |
(562) |
Abbildung 4.114:
Abhängigkeit des Widerstandes in
longitudinaler Richtung vom Feld.
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=65mm]{Bilder/sens-02-19}}
\end{figure}](img2667.gif) |
Um die Forderungen nach einem kurzen Leiterstück und nach langen Wirkungswegen zu erfüllen, werden, wie in Abb.
4.113 gezeigt, mäanderierende Strukturen verwendet. Bei ihnen kann man für jedes Teilstück davon
ausgehen, dass die in der gleichen Abbildung rechts gezeigte Situation vorliegt. Abb. 4.114
schliesslich zeigt die resultierende Kennlinie einer Feldplatte. Um eine hohe Empfindlichkeit zu erreichen, müssen
Werkstoffe mit hoher Ladungsträgerbeweglichkeit verwendet werden. Deshalb werden, wie bei Hall-Generatoren
InSb, InAs, Si und GaAs verwendet.
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl,
2007-08-14