Fourier-Transformationen





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Folien zur Vorlesung am 27. 10. 2003 (PDF)



Periodische Signale $f(t)$ = $f(t+T)$ können als Reihenentwicklung

$\displaystyle f\left( t \right) = \frac{{a_{0} }}{2} + {\sum\limits_{{n = 1}}^{...
...y } {{\left( {a_{n} \cos n\omega _{0} t + b_{n} \sin n\omega _{0} t} \right)}}}$ (23)

geschrieben werden. Die Koeffizienten der Reihenentwicklung können wie folgt berechnet werden:


$\displaystyle a_{n} = {\frac{2}{T}}\int\limits_{t_{0} }^{t_{0}+T } {f\left( t \right)\cos (n\omega _{0} t)dt}$      
$\displaystyle b_{n} = {\frac{2}{T}}\int\limits_{t_{0} }^{t_{0}+T } {f\left( t \right)\sin(
n\omega _{0} t)dt}$     (24)

Alternativ kann eine komplexe Darstellung gewählt werden. Die Funktion heisst dann:

$\displaystyle f\left( t \right) = \frac{1}{2}{\sum\limits_{{n = - \infty }}^{{ + \infty }} {{c_{n} e^{{jn\omega _{0} t}} }}}$ (25)

Auch hier können die $c_n$ mit einer Integralformel berechnet werden:

$\displaystyle c_{n} = \frac{2}{T}\int\limits_{t_{0} }^{t_{0} + T} {f\left( t \r...
...jb_{{ - n}} } \right)\quad {\rm f{\ddot {u}}r}\;n < 0}   \end{array}} \right.$ (26)

Die Fourierkoeffizienten einer Funktion heissen das Amplitudenspektrum. Da die Sinus- und Cosinusfunktionen der Frequenz $\omega_0$ zusammen ein orthogonales Funktionensystem bilden, kann jede periodische Funktion dieser Frequenz eindeutig dargestellt werden. Die Amplitudenspektren haben die folgenden Eigenschaften:

Mit Hilfe der oben gezeigten Symmetrien kann sehr schnell der Oberwellengehalt einer Funktion abgeschätzt werden.

Für nichtperiodische Signale oder für Ausschnitte aus periodischen Signalen verwendet man die Fouriertransformation anstelle der Fourierreihe. Die Fouriertransformation und ihre Rücktransformation sind wie folgt definiert:


$\displaystyle f\left( t \right)=\int\limits_{-\infty }^{+\infty } {\underline{F}\left( \omega \right)e^{j\omega t}d\omega }$     (27)
$\displaystyle \underline{F}\left( \omega \right)={\frac{1} {2\pi }}\int\limits_{-\infty }^{+\infty } {f\left( t \right)e^{-j\omega t}dt}$     (28)

$\underline{F}(\omega)$ ist die spektrale Verteilungsfunktion$\omega$Kreisfrequenz eines Signals. Damit sie existiert, muss das Integral

$\displaystyle \int\limits_{-\infty }^{+\infty } {\left\vert {f\left( t \right)} \right\vert dt}$ (29)

endlich sein. Als Beispiel berechnen wir das Spektrum eines Rechteckimpulses. Der Impuls ist gegeben durch

$\displaystyle f\left( t \right)=\left\{ {\begin{array}{l}{0\quad f\ddot ur\quad...
...rac{t_p}{ 2}}}  {0\quad f\ddot ur\quad t>{\frac{t_p}{2}}}\end{array}} \right.$ (30)

Das Spektrum wird dann


$\displaystyle \underline{F}\left( \omega \right)$ $\displaystyle =$ $\displaystyle \int\limits_{-{\frac{t_p}{2}}}^{{\frac{t_p}{2}}} {Ae^{-j\omega t}dt}$ (31)
  $\displaystyle =$ $\displaystyle j{\frac{A}{\omega} }\left( {e^{-j\omega {\frac{t_p}{2}}}-e^{j\omega {\frac{t_p}{2}}}} \right)$ (32)
  $\displaystyle =$ $\displaystyle t_pA{\frac{\sin \left( {\omega {\frac{t_p}{2}}} \right)} {\omega {\frac{t_p}{2}}}}$ (33)

Das Spektrum $\underline{F}$ ist reell. Dies ist eine Konsequenz der Tatsache, dass $f(t)$ eine gerade Funktion ist. Wäre $f(t)$ eine ungerade Funktion, dann wäre das Spektrum rein imaginär. Die grössten Amplituden in $\underline{F}$ sind auf den Bereich $0\leq f = \frac{\omega}{2\pi} \leq \frac{1}{t_p}$ beschränkt. $B=\frac{1}{t_p}$ heisst die Bandbreite des Impulses. Allgemein gilt für Pulse

$\displaystyle B t_p = 1$ (34)

Je kürzer also ein Puls ist,desto grösser ist seine Bandbreite. Für einen unendlich scharfen Puls, einen Dirac-$\delta$-Puls bedeutet dies, dass seine Spektralfunktion konstant ist. Dieses Gesetz hat eine Ähnlichkeit mit den Unschärferelationen der Quantenmechanik.



Unterabschnitte
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