Die Fouriertransformation im vorangegangenen Kapitel kann nur gelöst werden, wenn das Integral über den Betrag der Zeitfunktion endlich ist. Weiter müssen die Funktionswerte zu allen früheren, aber auch zu allen späteren Zeiten bekannt sein. Damit ist die Fouriertransformation akausal. Die Kausalität verlangt nun, dass ein Signal nur von seiner Vorgeschichte, nicht aber von seiner Zukunft abhängen kann. Eine Konsequenz der Kausalität ist, dass es keine beliebig scharfen Filter geben kann.
Mit der Laplace-Transformation kann insbesondere sehr elegant das Problem der Berechnung von Faltungsintegralen gelöst werden. Dieses Problem taucht immer dann auf, wenn Ein Ausgangssignal bei bekannter Impulsantwort aus dem Eingangssignal berechnet werden muss.
Die Laplace-Transformation ist nun definiert durch
Hier ist
eine komplexe Funktion. Wenn
ist für
dann ist in vielen Fällen die
Fouriertransformation und die Laplace-Transformation äquivalent. Vielfach schreibt man für die
Laplace-Transformation auch
Die Umkehrfunktion der Laplace-Transformation ist nicht so einfach wie die der Fouriertransformation. Während bei dieser ein Vorzeichen gewechselt werden muss, benötigt die Laplace-Transformation eine Integration in der komplexen Ebene.
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dabei muss der Integrationsweg
so gewählt werden, dass alle singulären Punkte des Integranden links von der
Geraden
liegen. Die wichtigsten Eigenschaften der Laplace-transformierten Funktion sind:
Die Laplace-Transformation wird eingesetzt, um Differentialgleichungssysteme zu lösen. In der Elektronik wird Sie zur Berechnung von Frequenzgängen verwendet.
Einige Funktionen und ihre Laplacetransformierten sind in der Tabelle C.1 im Anhang angegeben.
Beispiel (Maple-Datei): Laplace-Transformation (Maple)
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl, 2007-08-14