Digitale Signalprozessoren

Digitale Signalprozessoren werden für die folgenden Verfahren eingesetzt:

Abbildung 2.75: Blockschaltbild des Motorola Signalprozessors DSP56001[13]
\begin{figure}
 \centering 
 \protect{\includegraphics[width=140mm]{Bilder/math-08-04}}
 
\end{figure}

Digitale Filter
Signalverarbeitung
Datenverarbeitung
Numerik
Modulation
Spektralanalyse

Abbildung 2.76: Blockschaltbild des Ablaufs einer Rechenoperation im Motorola Signalprozessor DSP56001[13]
\begin{figure}
 \centering 
 \protect{\includegraphics[width=70mm]{Bilder/math-08-05}}
 
\end{figure}

Anwendung finden die Signalprozessoren unter anderem in den folgenden Geräten:
Telekommunikation
Datenkommunikation
Funkkommunikation
Computer
Bildverarbeitung
Instrumente
Audio-Signalverarbeitung
Hochgeschwindigkeitsregelungen
Vibrationsanalyse
Medizin

Abbildung 2.77: Blockschaltbild der MAC-Einheit des Motorola Signalprozessors DSP56001[13]
\begin{figure}
 \centering 
 \protect{\includegraphics[width=0.6\textwidth]{Bilder/math-08-06}}
 
\end{figure}

Im Gegensatz zu einem klassischen Mikroprozessor hat ein DSP mehrere Daten- und Adressbusse (Abbildung 2.75 Diese Busse erlauben, in einem Taktzyklus mehrere Rechenoperationen gleichzeitig durchzuführen. Der Ablauf, der zum Beispiel in den Datenbüchern von Motorola[13] sehr schön beschrieben ist, ist in Abbildung 2.76 gezeigt. Je zwei Register, X0 und X1, beziehungsweise Y0 und Y1, arbeiten auf einen Multiplizierer. Sie sind mit den jeweiligen datenbussen (X und Y) verbunden. Auf den Multiplizierer folgt der Addierer, so dass in den Ausgangsregistern zum Beispiel in einem Zyklus $A=X0*Y0+A$ steht. Schieberegister und Rundungseinheiten komplettieren die ALU (Arithmetic Logic Unit) Die Multiplikation/Addition wird im Kern von einer MAC-Einheit durchgeführt (Abbildung 2.77). Die datenpfade haben eine unterschiedliche Breite. ein Vergleich mit den Gleichungen für IIR-Filter oder FIR-Filtern (Abschnitt 2.6.2 zeigt, dass die MAC-Einheit in einem Zyklus einen Knoten dieser Filtertypen berechnen kann. Tabelle H.1 zeigt eine Zusammenfassung von Benchmark-Ergebnissen für den DSP 56001 (Taktfrequenz 27 MHz) von Motorola. Ein Vergleich mit Mikroprozessoren wie der Intel-Familie zeigt, dass diese etwa die fünf- bis zehnfache Taktfrequenz brauchen bis sie eine FFT ebenso schnell wie ein DSP berechnen können.
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl, 2007-08-14