Digitale Signalprozessoren werden für die folgenden Verfahren
eingesetzt:
Abbildung 2.75:
Blockschaltbild des Motorola Signalprozessors
DSP56001[13]
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=140mm]{Bilder/math-08-04}}
\end{figure}](img1224.gif) |
- Digitale Filter
- FIR-Filter (Finite Impulse Response)
- IIR-Filter (Infinite Impulse Response)
- Korrelatoren
- Hilberttransformationen
- Adaptive Filter
- Signalverarbeitung
- Sprachkompression
- Mittelung
- Energieberechnung
- Datenverarbeitung
- Verschlüsselung
- Verschleierung
- Kodierung und Dekodierung
- Numerik
- Skalar-, Vektor- und Matrixarithmetik
- Transzendentale Funktionen (Funktionsgenerator)
- Pseudo-Zufallszahlen, deterministisches Rauschen
- Modulation
- Amplitude
- Frequenz
- Phase
- Modems
- Spektralanalyse
- FFT Fast Fourier Transform
- DFT Diskrete Fourier-Transformation
- Sinus/Kosinus-Transformationen
Abbildung 2.76:
Blockschaltbild des Ablaufs einer Rechenoperation im Motorola Signalprozessor
DSP56001[13]
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=70mm]{Bilder/math-08-05}}
\end{figure}](img1225.gif) |
Anwendung finden die Signalprozessoren unter anderem in den folgenden Geräten:
- Telekommunikation
- Tongeneratoren
- Telefonie (Mehrfrequenz-Wahl)
- Lautsprech-Telefonie
- ISDN
- Rausch-Unterdrückung (Anti-Rauschen)
- Adaptive Differential Pulse Code Modulation (ADPCM) En-
und Dekoder
- Datenkommunikation
- Hochgeschwindigkeitsmodems (56k-Modem)
- Faxgeräte
- Funkkommunikation
- Mobiltelefonie
- Abhörsichere Funkverbindungen
- Radiosender
- Computer
- Array-Prozessoren
- Graphik-Beschleuniger
- Bildverarbeitung
- Mustererkennung
- OCR (Schrifterkennung)
- Bildwiederherstellung
- Bildkompression
- Bildverbesserung
- Bilderkennung und -verarbeitung für Roboter
- Instrumente
- Spektralanalyse
- Funktionsgeneratoren
- Datenerfassung
- Audio-Signalverarbeitung
- Digitale AM/FM-Radiosender/Empfänger
- Digitale Hi-Fi Vorverstärker
- Musiksynthesizer
- Equalizer
- Virtuelle Dolby-Surround-Prozessoren (mit zwei anstelle
von 5 Lautsprechern)
- Hochgeschwindigkeitsregelungen
- Laserdrucker
- Festplatten
- Roboter
- Motoren
- Vibrationsanalyse
- Hochleistungselektromotoren
- Düsentriebwerke
- Turbinen
- Medizin
- Cat-Scanner
- Elektrokardiogramme
- NMR
- Röntgengeräte mit Minimaldosen
Abbildung 2.77:
Blockschaltbild der
MAC-Einheit des Motorola
Signalprozessors
DSP56001[13]
![\begin{figure}
\centering
\protect{\includegraphics[width=0.6\textwidth]{Bilder/math-08-06}}
\end{figure}](img1226.gif) |
Im Gegensatz zu einem klassischen Mikroprozessor hat ein
DSP mehrere Daten- und Adressbusse (Abbildung
2.75 Diese Busse erlauben, in einem Taktzyklus
mehrere Rechenoperationen gleichzeitig durchzuführen. Der Ablauf,
der zum Beispiel in den Datenbüchern von
Motorola[13] sehr schön beschrieben ist, ist in
Abbildung 2.76 gezeigt. Je zwei Register, X0 und
X1, beziehungsweise Y0 und Y1, arbeiten auf einen Multiplizierer.
Sie sind mit den jeweiligen datenbussen (X und Y) verbunden. Auf
den Multiplizierer folgt der Addierer, so dass in den
Ausgangsregistern zum Beispiel in einem Zyklus
steht.
Schieberegister und Rundungseinheiten komplettieren die ALU
(Arithmetic Logic Unit)
Die Multiplikation/Addition wird im Kern von einer
MAC-Einheit
durchgeführt (Abbildung 2.77). Die datenpfade
haben eine unterschiedliche Breite. ein Vergleich mit den
Gleichungen für IIR-Filter oder
FIR-Filtern (Abschnitt
2.6.2 zeigt, dass die MAC-Einheit in
einem Zyklus einen Knoten dieser Filtertypen berechnen kann.
Tabelle H.1 zeigt eine Zusammenfassung von
Benchmark-Ergebnissen für den DSP 56001 (Taktfrequenz 27 MHz) von
Motorola. Ein Vergleich mit Mikroprozessoren wie der Intel-Familie
zeigt, dass diese etwa die fünf- bis zehnfache Taktfrequenz
brauchen bis sie eine FFT ebenso schnell wie ein DSP berechnen
können.
Copyright by Othmar Marti and Alfred Plettl,
2007-08-14