Notizen:


Zimmermann zeigt ein Experiment von Wheatstone, mit dem die Geschwindigkeit und die Richtung des Stromes gemessen werden sollen. Wheatstone hatte sich überlegt, dass wenn der Strom sich nicht unendlich schnell ausbreitet, der Funken an der ersten Funkenstrecke vor dem an der zweiten Funkenstrecke erscheinen sollte. Wie misst man nun so kurze Zeiten ohne Elektronik? Wheatstone hat einen Drehspiegel eingesetzt. Dieser wurde mit 800 mal pro Sekunde um seine Längsachse gedreht. Mit diesem Drehspiegel wurden drei Funkenstrecken abgebildet, die sich am Anfang, in der Mitte und am Ende eines 6 Meilen langen Kupferdrahtes befanden. Die drei Funkenstrecken wurden nebeneinander angeordnet. Wheatstone erwartete, dass sich, je nach Flussrichtung, eines der beiden oberen Bilder zeigen würde. Zu seiner und zu Zimmermanns Überraschung zeigte sich jedoch das untere Bild. Die Erklärung in diesem Buch war, dass es zwei Sorten Ladungen gäbe. Wir wissen jedoch, dass in Kupfer die Stromleitung ausschliesslich durch die Elektronen erfolgt. Wir würden heute sagen: jede der drei Funkenstrecken hat eine Kapazität. Wen der Stromstoss startet, fliessen an einem Ende Elektronen über die Funkenstrecke in den Leiter und am andern Ende fliessen sie aus dem Leiter. Bezogen auf die Elektronendichte rast nun eine Verarmungs- und eine Anreicherungszone auf die mittlere Funkenstrecke zu: mit einem Überschlag gleichen sich die Ladungen aus.