(Siehe Hecht, Optik [Hec, pp. 324]) (Siehe Pérez, Optik [Pér96, pp. 147]) (Siehe Tipler, Physik [TM04, pp. 1098])
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Strahlengang in einem Mikroskop
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Bei einem Mikroskop ist ein Gegenstand so nahe am Brennpunkt einer
Objektivlinse, dass ein stark vergrössertes Bild
erzeugt wird. Dieses Bild, Zwischenbild genannt, wird in einer Ebene im
Abstand
vom zweiten Brennpunkt des Okulars
erzeugt. Würde man in dieser Ebene eine Kamera anbringen, könnte man
ein Bild des Gegenstandes aufnehmen. Der Abbildungsmassstab ist
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(3..4) |
Die Strahlen gehen jedoch weiter und werden von einer zweiten Linse, dem Okular weiterverarbeitet. Das Okular ist so platziert, dass das von der ersten Linse erzeugte Bild genau auf seinem Brennpunkt erzeugt wird. Die Strahlen aus der ersten Linse, dem Objektiv, werden nun so gebrochen, dass sie parallel sind. Dies ist die gleiche Funktion, wie sie die Lupe hatte. Nur das Auge, hier nicht eingezeichnet, kann wieder ein Bild formen, das nun aber sehr stark vergrössert ist.
Die Winkelvergrösserung des Okulars (Lupe) ist
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(3..5) |
Damit wird die Gesamtvergrösserung
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(3..6) |
| In vielen Lehrbüchern findet man Zeichnungen, in denen die Lichtstrahlen beim Zwischenbild ihre Richtung ändern. Dies ist in Luft nicht möglich, und Streukörper gibt es in einem Mikroskoptubus nicht. Zur Konstruktion des Bildes ist diese Vorgehensweise jedoch gestattet. |
Ein Objektiv mit der Vergrösserung 60 bei einer Tubuslänge
von
hat eine Brennweite
. Ein Okular mit
der Vergrösserung 20 hat die Brennweite
.
Othmar Marti